DAILY THOUGHTS - Input-Videos und Artikel
DIE EINZELNEN VIDEOS UND ARTIKEL ÖFFNEN SICH BEIM ANKLICKEN DES JEWEILIGEN BILDES
FASTENZEIT MAL ANDERS:
In dem kurzen Input-Video erzähle ich, wie es sich anfühlt, auf Multi-Tasking zu verzichten.
ZEIT
Zeit ist ein Geheimnis. Jemand hat mal gesagt: „Wir sehen, wie ein Glas vom Tisch fällt und in tausende von winzigen Scherben zerbricht, aber wir werden nie sehen, wie ein Scherbenhaufen von dem Boden auf den Tisch zurückspringt und sich zu einem Ganzen zusammenfügt. Das ist das Geheimnis der Zeit: Dass sie eine Richtung vorgibt.“ Früher, als ich klein war, habe ich mich mal gefragt, ob die Zeit vielleicht eine Dimension ist. Sie hält uns zusammen. Ohne sie könnten wir uns nicht mit Freunden treffen. Sie ist wichtig, auch wenn sie uns so selbstverständlich vorkommt. Wieder etwas, an dass wir uns gewöhnt haben. Und dann hatte ich noch einen Gedanken: Jeder weiß, dass zwischen 0 und 1 eine Unendlichkeit liegt: 0,1. 0,01. 0,001 und so weiter. Und das bedeutet, dass zwischen 0 und 2 eine größere Unendlichkeit liegt als zwischen 0 und 1. Was bedeutet, dass es größere und kleinere Unendlichkeiten geben muss. Und man kann ja auch ein Sekunde in unendlich viele kleine Teile teilen: Eine Millisekunde, eine Hundertstelsekunde, eine Tausendstelsekunde, ein tausendstel einer Tausendstelsekunde und so weiter. Nur... wenn es unendlich viele Teile dieser Sekunde gibt... Warum vergeht dann die Zeit?
STERNE
Sterne sind so weit entfernt und doch immer da. Der Gedanke, wie weit entfernt und wie groß sie sind, macht mir beinahe Angst. Denn das heißt, dass ich winzig bin. Das ganze Universum ist riesig. Diese ganze Welt. Das Licht braucht seine Zeit um zur Erde zu kommen, manchmal sind es einige Lichtjahre. Das bedeutet, dass manche Sterne, die wir heute noch sehen, bereits lange verloschen sind. Ein Blick ins Universum ist ein Blick in die Vergangenheit. Manchmal ist es mit dem Leben wie mit den Sternen. Manche Dinge sind so weit und unerreichbar, dass wir es nicht schaffen werden, daran heranzukommen, egal, wie sehr wir uns bemühen. Und vieles, was wir immer noch krampfhaft festhalten ist eigentlich schon längst Vergangenheit. Aber wir können nicht loslassen und das macht uns kaputt. Können nicht erkennen, was unwiderruflich verloren ist und was nicht. Sehen den Unterschied nicht. Und dann sind da diese Lichter, die uns blenden und uns die Sterne nicht mehr sehen lassen. Obwohl sie da sind. Wir sehen es nur nicht.
ÜBER DEN WOLKEN
Manchmal finde ich den Gedanken, dass es, egal, wie schlecht es uns hier auf der Erde geht, immer einen Ort gibt, an dem es schön ist, tröstlich. Ein bisschen ist es vergleichbar mit einem Blick aus einem Flugzeugfenster: Egal, wie schlecht das Wetter unten auf dem Erdboden ist: Über den Wolken scheint immer die Sonne. Sie ist da. Wir sehen sie nur nicht. Wissen sie nicht wertzuschätzen, wenn sie da ist und ärgern uns darüber, wenn sie nicht da ist. Warum wir genießen wir nicht einmal das, was wir haben?
Warum muss uns alles so verständlich vorkommen?
Warum gewöhnen wir uns so schnell an so vieles?